Ein schlichtes Herz

flaubert_Bourvard-ebook-x.indd

Für seine Drei Erzählungen unterbrach Gustave Flaubert die Arbeit an Bouvard und Pécuchet. Die mittlere davon, Ein schlichtes Herz, schildert, wie sich eine Frau – Flaubert nennt sie Félicité (Glückseligkeit) – immer wieder den Interessen anderer unterordnet und ihre eigenen vernachlässigt. Zum Ende ihres Lebens widmet die vereinsamte Félicité ihre ganze Selbstaufopferung einem Papagei, mit dem sie auch nach dessen Tod in ausgestopftem Zustand kommuniziert. „Das ist keineswegs ironisch, wie Sie vielleicht denken, sondern sehr ernst und sehr traurig“, bemerkte Flaubert dazu. Und  Jean Rouaud kommentierte 2001: „Mehr noch als Madame Bovary ist die Unglückliche mit dem Namen Félicité unverkennbar Flaubert selbst.“

Gustave Flaubert

Ein schlichtes Herz

2,99€